8 Tipps für den Sommer

Endlich Sommer – die Tage sind lang und warm und die Freiluftsaison ist eröffnet. Aber die sommerlichen Temperaturen können bei unseren Haustieren auch zu Problemen führen. Damit Sie trotzdem gut durch die Sonnentage kommen, haben wir die folgenden Tipps zusammengestellt.

1. Die Basis muss stimmen

Während der wärmeren Monate haben Haustiere häufig mehr Kontakt zu anderen Tieren, so dass der Impfstatus stimmen sollte. Insbesondere bei Reisen ins Ausland ist eine in den EU-Heimtierausweis eingetragene aktuelle Tollwutschutzimpfung Pflicht.

2. Vorsicht beim Baden

Nicht alle Hunde sind gute Schwimmer. Daher sollten Sie auf Ihren Hund aufpassen, wenn er sich in der Nähe eines Pools, Sees oder am Strand befindet. Bevor er ins Wasser geht, sollte sichergestellt sein, dass er auch die Möglichkeit hat, wieder an Land zu gelangen. In stehenden Gewässern bilden sich mitunter giftige Blaualgen, so dass Ihr Hund dort nicht baden oder trinken sollte. Bei Reisen ans Meer sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund kein Salzwasser trinkt, damit ihm nicht schlecht wird. Selbst gute Schwimmer müssen überwacht werden; sie können ein Problem mit den Wellen oder der Strömung bekommen oder einfach zu spät merken, wenn sie ihre Kräfte verlassen.

3. Abkühlung

Die Spaziergänge kann man am besten auf die Morgen- und Abendstunden verlegen – Hunde können hohe Temperaturen nicht durch Schwitzen ausgleichen; außerdem kann sich der Straßenbelag extrem aufheizen, was für die Hundepfoten dann sehr unangenehm ist. Es muss ständig frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen – den Wassernapf sollte man ruhig häufiger kontrollieren und mindestens einmal täglich reinigen, da sich im warmen Wasser Keime schneller vermehren.

4. Gute Pflege

Sorgfältige Fellpflege ist wichtig, denn verfilztes Fell ist bei hohen Temperaturen besonders unangenehm, weil es die Wärmeabgabe blockiert. Nach einem Spaziergang sollte der Hund immer auf Grannen abgesucht werden – das sind Gras- oder Getreideteile mit spitzen Widerhaken, die im Haar hängenbleiben können, ins Ohr oder Auge gelangen oder in die Ballen eingetreten werden und dann unangenehme Fremdkörper darstellen. Insbesondere bei Heimtieren wie Kaninchen und Meerschweinchen sowie bei langhaarigen Hunden und Katzen muss das Fell vor allem am Po auf Fliegeneier kontrolliert werden. Fliegen legen im verfilzten Fell gerne ihre Eier ab, aus denen bereits nach wenigen Stunden Maden schlüpfen, die die Haut großflächig zerstören können. Mitunter kann es sinnvoll sein, langhaarige Tiere zu scheren.

Tiere können Sonnenbrand bekommen – deshalb empfiehlt es sich, bei kurzhaarigen Tieren die unpigmentierte Haut mit einem Sunblocker zu schützen

5. Auf Warnsignale achten

Auch bei den Tieren kann es zum Hitzschlag kommen. Symptome hierfür sind: massives Hecheln und Speicheln, Schwäche, Taumeln – bis hin zu Bewusstlosigkeit oder Krämpfen. Jetzt heißt es, schnell zu reagieren – als wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen sind: das Tier sofort in den Schatten bringen, es abkühlen und ihm, wenn es bei Bewusstsein ist, Trinkwasser anbieten. Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall und das Tier sollte schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden.

6. Sichere Autofahrten

Während der Fahrt sollte Ihr Hund den Kopf nicht aus dem Fenster halten, da er sonst durch den Fahrtwind Reizungen von Augen und Ohren oder auch eine Erkältung bekommen kann. Außerdem sollte er während der Fahrt gesichert sein – zum Beispiel indem er mit Hilfe eines Geschirres angeschnallt ist oder indem er im Kennel transportiert wird. Lassen Sie Ihr Tier nie unbeaufsichtigt im geparkten Auto. Temperaturen von über 60° Celsius sind bei praller Sonne im Autoinneren schnell erreicht – da nützt ein offener Fensterspalt wenig.

7. Vorsicht beim Feiern

Nicht alles, was Menschen gerne essen, ist für unsere Hunde und Katzen ungefährlich. So sind Schokolade, Weintrauben und Zwiebeln potentiell giftig. Knochen können den Darm verletzen oder zum Darmverschluss führen. Auch sollte der Grill immer beaufsichtigt sein. Selbstverständlich ist Alkohol für die Tiere verboten. Die Tiere scheuen nicht davor zurück, den Mülleimer zu plündern, so dass die Reste der Feier sicher entsorgt werden müssen.

8. Parasitenschutz

Die Tiere sollten effektiv vor Parasiten wie Zecken, Flöhen und Milben geschützt werden. Dabei müssen die Risiken individuell eingeschätzt werden – so sollte man vor Reisen in südliche Gefilde auf jeden Fall einen sog. repellierenden Parasitenschutz anwenden, da die Stechmücken dort lebensbedrohliche Krankheiten übertragen können.

Anfahrt

So finden sie zu unserer Praxis: