8 Dinge, die jeder über Zecken wissen sollte

Zecken sind äußerst lästige Gesellen – und über die kleinen Vampire kursieren jede Menge Gerüchte. Nachfolgend finden Sie acht Fakten, die Sie über Zecken wissen sollten:

1. Zecken sind keine Insekten

Sie gehören ebenso wie die Milben zu den Spinnentieren. Daher haben sie auch 8 Beine – genau wie Spinnen. Nur die Zeckenlarven haben 6 Beine.

2. Zecken gibt es in unterschiedlichen Größen

Zecken durchlaufen nach dem Schlüpfen drei Entwicklungsstadien: Larven, Nymphen und Adulte. Jedes dieser Entwicklungsstadien saugt Blut. Während jedoch die Larven so groß wie Sandkörner sind (ca. 0,5 x 0,4 mm), haben die Nymphen eine mittlere Größe wie Sesamkörner (ca. 1,2 x 0,85 mm) und adulte Zecken sind fast so groß wie ein Apfelkern (ca. 4 x 2,5 mm) – und im vollgesaugtem Zustand erreicht die adulte Zecke die Größe einer kleinen Weintraube!

3. Zecken krabbeln nach oben

Zecken leben nicht auf den Bäumen und lassen sich auf ihre Wirte runterfallen, wie oft behauptet wird, sondern sie leben auf dem Boden und krabbeln an Grashalmen, Kräutern, Baumstümpfen oder bodennahen Zweigen hoch, um sich von einem geeigneten Wirt abstreifen zu lassen. Dort krabbeln sie dann so lange umher, bis sie eine Stelle gefunden haben, an der die Haut dünn und die Durchblutung gut ist.

4. Der Zeckenstich bleibt häufig unbemerkt

Der Stich einer Zecke ist völlig schmerzfrei, weil der Speichel der Zecke anästhetische (= Schmerzen ausschaltende) Substanzen enthält, so dass der Wirt normalerweise nicht merkt, wenn die Zecke „andockt“. Bei mehr als der Hälfte der infektiösen Zeckenstiche entsteht auch keine typische Hautrötung rund um die Stichstelle. Daher sollte man sich selber und sein Tier nach jedem Spaziergang sorgfältig auf Zeckenbefall untersuchen.

5. Zecken können Krankheiten übertragen

Früher waren Zeckenstiche nur lästig, doch heutzutage besteht stets die Gefahr, durch den Zeckenstich krank zu werden, denn die durch Zecken übertragenen Krankheiten werden immer häufiger und die Liste der bekannten Krankheiten wird immer länger. Dazu gehören neben der Borreliose und der FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) auch die Babesiose, die Ehrlichiose, die Rickettsiose und die Neoehrlichiose.

Die Krankheitserreger befinden sich im Darm der Zecke. Die Blutmahlzeit führt dazu, dass die Erreger den Darm verlassen und in die Speicheldrüsen der Zecke gelangen. Ungefähr 12-24 Stunden nach dem „Andocken“ werden sie dann durch den infizierten Speichel von der Zecke auf den Wirt übertragen.

6. Zecken müssen vor allem zügig entfernt werden

Je länger die Zecke saugt, desto höher wird das Risiko, dass sie eine Krankheit überträgt. Man sollte Zecken als kleine, mit Krankheitserregern gefüllte Ballons ansehen – dementsprechend sollten sie nicht lange zusammengedrückt werden, damit die Krankheitserreger nicht in die Wunde gequetscht werden. Ebenso ist es schlecht, die Zecke durch das Beträufeln mit Öl, Kleber, Alkohol o.ä. zu stressen, da sie dann vermehrt infizierten Speichel in die Wunde bringt.

Am besten man greift sie möglichst dicht an der Haut und zieht sie gleichmäßig heraus – dabei ist es egal, ob man eine Zeckenzange, eine Pinzette, einen Zeckenhaken, eine Zeckenkarte oder die Finger benutzt und ob man sie nach links, rechts oder gar nicht dabei dreht – Hauptsache man zieht sie zügig aus der Haut. Häufig ist die Methode, mit der man selber die meiste Erfahrung hat, dann auch die beste – unabhängig davon, was bei anderen gut klappt.

7. Zecken gibt es fast das ganze Jahr

Sie sind hauptsächlich zur warmen Jahreszeit aktiv – vor allem von März bis Oktober – doch dem Holzbock reichen 8°C aus, um aktiv zu sein. Die Zecken verbringen den Winter in einer Art Starre und beginnen bei höheren Temperaturen zu krabbeln, so dass sie auch an milden Wintertagen unterwegs sein können. Sie mögen jedoch keine Phasen der Trockenheit in Verbindung mit hohen Temperaturen – dann verlassen sie die Spitzen der Gräser und ziehen sich in den schattigen Vegetationsbereich in Bodennähe zurück. Aus Zeckensicht ist es optimal, wenn es bei warmen Temperaturen 2-3 x pro Woche ordentlich regnet.

8. Zeckenbisse und durch Zecken übertragbare Krankheiten sind vermeidbar

Es ist sehr sinnvoll, sich und sein Tier vor Zeckenbissen zu schützen. Bleiben Sie bei Spaziergängen im Grünen – wenn möglich – auf breiteren Wegen und tragen Sie möglichst lange Hosen und hohe, geschlossene Schuhe. Für unsere Haustiere gibt es die unterschiedlichsten Präparate, um sie vor Zecken zu schützen – wählen sie ein für Ihr Tier wirksames Präparat – diesbezüglich gibt es durchaus individuelle Unterschiede, so dass eine Methode, die bei einem Hund funktioniert, für den anderen ungeeignet ist, wenn er damit weiterhin Zecken hat.

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